Baunebenkosten – Grunderwerbssteuer und Maklercourtage



Mit den zuvor genannten Kosten für Behörden und Ämter ist es leider noch nicht getan. Denn in Deutschland gibt es die so genannte Grunderwerbssteuer, die man als Käufer einer Immobilie bzw. eines Grundstücks zu zahlen hat. In Rechnung gestellt wird diese Grunderwerbssteuer von Seiten des Finanzamtes, sobald die Eintragung in das Grundbuch erfolgt ist. Bezugsgröße für die Grunderwerbssteuer sind dabei der Kaufpreis für die Immobilie bzw. für das erworbene Grundstück, der im notariellen Kaufvertrag festgehalten wurde. Bis vor einigen Jahren lag der Steuersatz im gesamten Bundesgebiet bei einheitlich 3,50 Prozent. Seit 2006 darf jedoch jedes Bundesland seinen eigenen Steuersatz festlegen, sodass kein bundeseinheitlicher Grunderwerbssteuersatz mehr existiert. So haben inzwischen einige Bundesländer den Steuersatz auf 4,50 Prozent erhöht. Geht man also von einem Steuersatz von 4,50 Prozent aus, so müsste man demnach bei einem Kaufpreis für Grundstück und Immobilie von beispielsweise zusammen 250.000 Euro einen Betrag von 11.250 Euro als Grunderwerbssteuer zahlen.

Die Maklercourtage als Baunebenkosten



Wenn ein Haus neu gebaut wird, dann fallen relativ selten Maklergebühren an, ganz im Gegensatz zum Hauskauf. Zwar wird natürlich zunächst ein Grundstück benötigt, auf dem das Haus dann errichtet werden kann, aber in relativ seltenen Fällen wird das Grundstück über einen Makler verkauft. Dennoch sollte man sich auch über die Maklercourtage informieren, denn wie eingangs bereits erwähnt, werden nicht nur die Baunebenkosten oder auch die Kaufnebenkosten angesprochen. Und mitunter erwirbt man das Grundstück vielleicht doch über einen Makler, und spätestens dann müssen diese Kosten auch beim Hausbau unter die Baunebenkosten eingeordnet werden. Beim Immobilienkauf hat man heute übrigens nur noch eine sehr geringe Chance, einer Vermittlung durch einen Makler zu „entkommen“, denn mittlerweile werden mehr als 90 Prozent aller zum Verkauf stehenden Immobilien über einen Immobilienmakler verkauft.

Wie hoch ist die Maklercourtage?



Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern ist es in Deutschland bezüglich der Maklercourtage meistens so geregelt, dass diese vom Käufer zu zahlen ist. Wie hoch die Maklercourtage ist, hängt zum einen vom Makler ab und andererseits gibt es auch größere regionale Unterschiede. Vor allem die wirtschaftliche Stärke der Region, in welcher sich die zu kaufende Immobilie bzw. das zu erwerbende Grundstück befinden, hat einen größeren Einfluss auf die Höhe der Maklercourtage. So wird der Makler aller Voraussicht nach zum Beispiel in München eine wesentlich höhere Provision verlangen als in einer kleineren Stadt in Sachsen-Anhalt. Insofern kann mit einer Spanne zwischen etwa 3,5 und sieben Prozent des Kaufpreises als zu zahlende Maklerprovision kalkuliert werden. Bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro können das also gut und gerne über 10.000 Euro sein.Baunebenkosten Grunerwerb und Makler



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