Baunebenkosten - Notarkosten, Kosten für die Grundbucheintragung und die Baugenehmigung



Neben dem Architekt muss im Zusammenhang mit einem Kauf einer Immobilie und/oder eines Grundstückes in Deutschland stets auch ein Notar tätigt werden. Selbst wenn man das Haus neu bauen lässt ist es im Normalfall Baunebenkosten Notar und Grundbuchzumindest vorher notwendig, dass passende Grundstück zu erwerben. Und solch ein Grundstückskauf muss stets mittels eines notariellen Kaufvertrages durchgeführt werden. Wie schon beim Architekten der Fall, so gibt es auch bezüglich der Leistung des Notars eine offizielle Gebührenregelung, in der genau festgelegt ist, was der Notar für die jeweils erbrachte Leistung verlangen darf. Die Höhe der Notargebühren richten sich, wie viele andere Baunebenkosten übrigens auch, am Kaufpreis des Grundstücks bzw. des Grundstücks und der Immobilie aus. Beim Hausbau wird natürlich nur der Grundstückspreis als Basis zugrunde gelegt, denn über das zu bauende Haus wird kein Kaufvertrag abgeschlossen. Man kann derzeit von einem Gebührensatz von 1,50 Prozent ausgehen. Kostet das Grundstück also zum Beispiel 50.000 Euro, muss man rund 750 Euro als Notarkosten einkalkulieren.

Kosten für die Grundbucheintragung



Mit dem notariellen Kaufvertrag sind allerdings bezüglich der Eigentumsverhältnisse zum Grundstück noch nicht alle Dinge geregelt, sondern es muss auch noch eine Eintragung ins Grundbuch erfolgen. Denn erst diese Eintragung weist den Käufer des Grundstücks, auch gegenüber anderen Personen, als rechtmäßigen Eigentümer aus. Die Gebühren für die Grundbucheintragung richten sich nach dem Eintragungswert, also zum Beispiel nach dem Wert/Kaufpreis des Grundstücks, welches nun in das Grundbuch eingetragen werden soll. So fällt bei einem Eintragungswert von 20.000 Euro zum Beispiel eine Gebühr von 144 Euro an, bei 50.000 Euro Grundstücks- bzw. Eintragungswert sind es 264 Euro und wenn das Grundstück beispielsweise einen Wert von 80.000 Euro hat, fallen Gebühren in Höhe von 354 Euro an.

Kosten für die Baugenehmigung



Einen weiteren Kostenfaktor aus der Sparte der Baunebenkosten, der sich bei keinem Bau vermeiden lässt, stellen die Kosten für die Erteilung einer Baugenehmigung dar, ohne die in Deutschland keine Immobilie errichtet werden darf. Eine Baugenehmigung sollte man übrigens sehr frühzeitig beantragen, da nicht selten mehrere Wochen oder sogar Monate vergehen können, bis man den Gebührenbescheid bzw. die Genehmigung des geplanten Baus erhält. Vielfach wird es seitens der zuständigen Behörden mittlerweile so gehandhabt, dass die Baugenehmigung offiziell erst nach dem Bezahlen den Gebührenrechnung ausgestellt und erteilt wird. Was die Kosten angeht, so ist es schwer, hier einen durchschnittlichen Betrag zu nennen, da es eine ganze Reihe unterschiedlicher Faktoren gibt, die letztendlich in der Summe zu den Gesamtgebühren führen, die für die Erteilung der Baugenehmigung berechnet werden. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem die Gebührenordnung der jeweiligen Gemeinde, die Gebührenordnung der zuständigen Baubehörde, der umbaute Raum der Immobilie, der Wert der Immobilie/Rohbaukosten sowie eventuell vorhandene weitere genehmigungspflichtige Bestandteile, wie zum Beispiel eine Garage, eine Wärmepumpe etc., die ebenfalls eine Genehmigung benötigen. Damit man zumindest einen ungefähren Richtwert hat, kann man die Gebühren für die Baugenehmigung mit etwa 0,5 bis einem Prozent der Rohbaukosten ansetzen.



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