Baunebenkosten – Die Sicherung der Gehwege und eine Baustraße



Bei allen Grundstücken, bei denen an der Straßenseite auch ein Bürgersteig (Gehweg) vorbei führt hat der Bauherr die Aufgabe dafür zu sorgen, dass dieser Gehweg nicht durch Baufahrzeuge beschädigt wird, die während der Bauzeit auf die Baustelle fahren. Ob man dazu verpflichtet ist, den jeweiligen Gehweg zu schützen oder nicht, wird in der Baugenehmigung mitgeteilt. Der Schutz von Bordstein und Gehweg wäre in diesem Fall dann eine Auflage zur Erteilung der Baugenehmigung und muss somit durchgeführt werden. Meistens ist es so, dass ein Mitarbeiter des Straßenbauamtes zusammen mit dem Bauherren den Ort besichtigt und dann mitteilt, welche Maßnahmen zur Sicherung des Gehweges erforderlich sein werden. In vielen Fällen wird die Sicherungsmaßnahmen empfohlen, den Gehweg zunächst mit einer Schutzfolie zu überziehen, auf die im Folgenden Teer aufgebracht wird. Dieser schützt dann den Bordstein/Gehweg vor Beschädigungen durch die teilweise sehr schweren Baufahrzeuge. Für die Herstellung und spätere Entfernung einer solchen Überfahrt kann mit Kosten von durchschnittlich 1.000 Euro gerechnet werden.

Kosten für eine zur Baugrube führenden Baustraße



Je nachdem, in welcher exakten Lage sich das Grundstück befindet, kann es in der Praxis notwendig werden, dass eine Baustraße hin zur Baugrube bzw. zum geplanten Baukörper errichtet wird. Sollte das Grundstück zum Beispiel nur über eine Wiese oder einen unbefestigten Weg zu erreichen sein, so könnten die schweren Baufahrzeuge Baunebenkosten Verkehrssicherungmitunter nicht mehr weiter voran kommen oder sogar steckenbleiben, vor allem wenn der Untergrund aufgrund von Regen durchnässt und daher relativ weich ist. Sollte ein solch oftmals schwer beladenes Baufahrzeug steckenbleiben und geborgen werden müssen, so kann das sehr hohe Kosten verursachen, die selbstverständlich der Bauherr zu tragen hätte. Dieses Risiko kann man auf die Art und Weise „ausschalten“, indem eine Baustraße als Zufahrt erstellt wird. Das geschieht im Normalfall durch das Abschieben des Mutterbodens und des anschließenden Aufbringens von Schottermaterial. Die Kosten für die Erstellung der Baustraße richten sich vor allem nach der Menge des benötigten Materials und damit nach der Fläche in Quadratmetern. Für das Abschieben des Mutterbodens kann man von einem Preis von knapp drei Euro je Quadratmeter ausgehen, während das Liefern des Materials für die Baustraße etwa mit knapp neun Euro zu Buche schlägt. Bei einer Fläche von 200 Quadratmetern wären das demzufolge Gesamtkosten von rund 2.400 Euro.

Gebühren für eine eventuell notwendige Straßensperrung



Ebenfalls zu den Baunebenkosten zählen die Kosten für eine notwendige Straßensperrung, die allerdings natürlich nicht immer anfallen werden. Zudem sind diese Kosten im Vergleich zu den zuvor genannten Baunebenkosten relativ gering. Notwendig wird eine solche Straßensperrung vor allem dann, falls das Baugrundstück an einer relativ stark frequentierten Straße liegt, wie zum Beispiel an einer Land- oder einer Bundesstraße. Aber auch wenn die Straße bzw. der Weg relativ schmal ist, kann zum Zwecke der Durchfahrt der Baufahrzeuge eine Sperrung notwendig werden. Falls man sich nicht sicher ist, ob eine Straßensperrung notwendig ist oder nicht, kann das Straßenbauamt hierzu Auskünfte erteilen. Mitunter ist die Straßensperrung aber auch bereits eine Auflage für die Erteilung der Baugenehmigung. Was die Kosten angeht, so kann man mit rund 300 Euro rechnen, wobei diese Kosten aus den Gebühren für den Antrag der Straßensperrung und dem Ab- und Aufbau der Sperren bestehen.



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