Baunebenkosten – Bauwasser, Baustrom und Bauheizung



Zu den Baunebenkosten, an die viele Bauherren zunächst überhaupt nicht denken, zählen die Verbrauchskosten, die während der Bauphase an Wasser und Energie anfallen. Denn Wasser, Strom und Heizung müssen nicht erst nach Fertigstellung des Hauses bezahlt werden, sondern natürlich werden auch auf der Baustelle bereits zumindest Strom und Wasser benötigt, im Winter eventuell auch Heizwärme. Das Bauwasser muss der Bauherr bereitstellen, was entweder durch einen bereits vorhandenen Wasseranschluss oder durch einen zu beantragenden Bauwasser-Anschluss geschehen kann. Benötigt wird dieses Bauwasser im Prinzip auf jeder Baustelle und dort zum Beispiel zur Säuberung der genutzten Bauwerkzeuge oder auch für die unterschiedlichen Arbeiten mit Mörtel, Beton usw. eingesetzt. Die Kosten für Bauwasser sind natürlich sehr individuell und hängen von der Bauzeit, der Art des Baus und weiteren Faktoren ab. Bei einer durchschnittlichen Bauzeit von sechs Monaten kann man mit Kosten in Höhe von rund 500 Euro kalkulieren.

Die Kosten für den Baustrom



Ohne Strom läuft heute auf einer modernen Baustelle praktisch nichts mehr, weshalb auch der benötigte Baustrom während der Bauphase einen Kostenfaktor darstellt. Bereits mit den ersten Arbeiten auf der Baustelle wird der Baustrom benötigt. Zunächst muss natürlich ein Baustromkasten vorhanden sein, der von einem Elektriker installiert werden kann. Der Baustromkasten wird gemietet und stellt daher neben dem eigentlichen Stromverbrauch einen weiteren Kostenfaktor dar. Grundsätzlich kostet der Baustrom etwas mehr als „normaler“ Strom, den man zum Beispiel später im fertigen Haus zum Betrieb der Elektrogeräte benötigt. Falls bereits Stromleitungen auf dem Grundstück vorhanden sein sollten, kann natürlich auch alternativ der „Normalstrom“ genutzt werden. Insgesamt kann man bei einer sechsmonatigen Bauzeit Kosten für die Miete des Baustromkastens und des Stromverbrauchs von insgesamt etwa 600 Euro kalkulieren.

Die Beheizung des Baukörpers im Herbst/Winter



Falls das Bauvorhaben im späteren Herbst oder im Winter beginnen sollte, dann wird neben dem Bauwasser und dem Baunebenkosten Strom Wasser HeizungBaustrom voraussichtlich auch Heizwärme zur Beheizung des Baukörpers benötigt. Was die Kosten für die Beheizung angeht, so sollte man im Einzelnen kalkulieren, ob es finanziell sinnvoller ist, den Baukörper zu beheizen und somit die Ausführung verschiedener Arbeiten zu ermöglichen, was aber dann Heizkosten verursacht. Oder macht man eine Pause auf der Baustelle, was dann jedoch dazu führt, dass der Bau später als geplant fertig gestellt wird und man möglicherweise dann länger noch Miete zahlen muss?. Falls jedoch schon Heizungs- und Wasserrohre verlegt sind, muss auf jeden Fall geheizt werden, damit die Rohre nicht bei eventuellen Minusgraden platzen. Als Kosten kommen dann auf den Bauherren der Mietpreis für das Aggregat zum Beheizen und der zu verbrauchende Strom zu. Die Miete des Aggregates kostet rund zehn Euro am Tag, sodass bei einer sechsmonatigen Bauzeit, falls diese voll in den Herbst/Winter fallen sollte, inklusive Stromverbrauch immerhin rund 3.000 Euro zu kalkulieren sind.



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